Ich begleite Kleinkindmütter und Schwangere, die ihre Entscheidungen erklären, rechtfertigen oder absichern, obwohl sie eigentlich wissen, was für sie richtig ist. Damit sie aufhören zu warten, bis andere nicken. Und ruhig bei sich bleiben, auch ohne Zustimmung.
Mehr leisten. Dann passe ich hinein, darf dazugehören. Dann werde ich gesehen. Als neurodivergentes Mädchen vom Dorf. Als Studentin. Als Wissenschaftlerin. Leistung war mein Weg in die Sicherheit.
Ich wusste eigentlich immer, was für mich richtig ist. Ich bin aufs Internat gewechselt, gegen den Druck meiner Mutter. Ich hab ein Studium abgebrochen, das sich nicht richtig angefühlt hat. Ich hab während des Studiums Kinder bekommen und bin als Mutter in der Wissenschaft geblieben. Ich hab diese Entscheidungen alle für mich getroffen. Und sie erklärt, gerechtfertigt. Weil ich unbedingt verstanden werden wollte.
Dann kam die Geburt meiner ältesten Tochter. Über 40 Stunden. Viele Stimmen im Raum. Empfehlungen, Einschätzungen, Druck. Und ich hab jede Intervention abgelehnt. Weil ich mir sicher war: Sie braucht diese Zeit. Ich auch. Und bei dieser Geburt hab ich erlebt: Ich kann bei mir bleiben. Auch unter Druck. Ich konnte spüren, was ich will. Was ich brauche. Und was nicht. Und ich konnte danach handeln. Ruhig. Klar. Auch ohne Zustimmung von außen.
Danach hab ich angefangen hinzuschauen. Ich kann das. Ich hab es erlebt. Und warum verliere ich mich dann im Alltag so oft wieder? Warum rechtfertige ich mich ständig? Warum fällt es mir so schwer, ruhig zu stehen, in Strukturen, die von mir immer mehr fordern und mich trotzdem nie ganz sehen?
Und dann hab ich entschieden, dass ich aufhöre darauf zu warten, dass andere meine Entscheidungen richtig finden. Darauf, dass die Strukturen sich ändern, die mich nicht mal dann mitdenken, wenn ich funktioniere. Ich warte nicht mehr darauf, dass jemand anderes mich versteht. Ich tue es. Ich glaube mir. Ich stehe ruhig.
Heute begleite ich Frauen, die merken: Ich kann, aber ich will so nicht mehr. Und ich weiĂź eigentlich, was ich will. Ich brauche den Mut, mir selbst zu glauben.
Wir leben in Strukturen, die viel fordern und uns MĂĽtter trotzdem nicht mitdenken. Ich begleite dich dabei, deiner eigenen Wahrnehmung zu vertrauen, deinen eigenen MaĂźstab zu finden. Damit du sicher bei dir bleiben kannst.
Ich wünsche mir, dass Frauen nach ihrer Geburt sicher wissen: Das war ich. Ich war bei mir, ich hab entschieden, ich bin nicht einfach nur durchgekommen. Es ist nicht egal, wie wir gebären.
Ich kann so weitermachen. Aber ich will nicht mehr.
Was sich verändert:
Du fühlst dich leichter und befreiter, weil du klar erkennst, was deine Verantwortung und dein Einflussbereich ist und was nicht. Du triffst Entscheidungen und kannst ruhig dazu stehen, ohne den Impuls dich zu erklären oder abzusichern.
Wie wir dahin kommen:
Ich kann so weitermachen. Aber ich will nicht mehr.
Was sich verändert:
Du bleibst bei dir – ruhig und selbstverständlich. Auch wenn es eng wird, wenn niemand versteht, was du tust, wenn du zweifelst. Du kannst das halten. Weil du verstehst, was sich wiederholt, obwohl du es nicht willst. Was dich antreibt, dich funktionieren lässt, ohne dass du es dir bewusst ausgesucht hast. Du entscheidest klar, ohne Rechtfertigungsdruck. Weil du weißt, wie sich deine innere Sicherheit anfühlt – und du dich daran erinnern kannst, wenn es darauf ankommt.
Wie wir dahin kommen:
Es ist nicht egal, wie ich gebäre.
Was sich verändert:
Wenn deine Geburt beginnt, weißt du, dass du sicher sein wirst. Dass du Entscheidungen für dich und dein Kind treffen kannst, die sich nicht von Ängsten oder Erwartungen leiten lassen. Du weißt nicht, wie du gebären wirst. Aber du weißt, dass es deine Geburt wird. Du bist sicher bei dir: während deiner Geburt, für dein Kind, für euren Start.
Wie wir dahin kommen:
Manchmal läuft eine Geburt gut – und trotzdem hängt noch so ein Gefühl dran. Manchmal war es schwer. Geburten dürfen besprochen werden. Auch dafür bin ich da. Schreib mich gerne an oder buch dir ein kostenloses Kennenlerngespräch bei mir.
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