Ich begleite Mütter, die endlich ihr Wunschkind an der Hand haben und im Alltag nicht immer die Mama sind, die sie sich wünschen zu sein. Gemeinsam bauen wir eine Brücke über diesen Graben, damit du deinem Kind im Alltag mit mildem Herzen begegnen kannst.
Ich war fünf Jahre alt, als ich mich an einem Kinderwagen hochzog, um einen Blick auf das Baby darin zu erhaschen. Mit 14 war ich Babysitterin. Mit 18 sagte ein Kind versehentlich „Mama" zu mir – und ich spürte, wie sich etwas in mir zusammenzog. Dieses Wort. Für mich. Seit ich denken kann, wollte ich Mutter werden. Ich wusste nur lange nicht, warum.
17 Jahre, viele Arzttermine und eine Fehlgeburt vergingen. Dazwischen sagte mir eine Ärztin zum Abschied, ich solle mich besser von meinem Kinderwunsch verabschieden. Ich tat es nicht. Als mein Kind endlich da war, hatte ich in meinem Kopf schon lange das Bild der liebevollen und perfekten Mutter, die ich sein würde: geduldig, präsent, anders (besser).
Mein Kind war 10 Monate alt, als es bei sommerlicher Hitze immer wieder seinen Sonnenhut absetzte. Nach wenigen Minuten brüllte ich es an. Ein 10 Monate altes Baby. Ich hatte mein Wunschkind bekommen und war meilenweit entfernt von der Mutter, die ich mir immer gewünscht hatte, zu sein.
Ein Jahr lang drehten sich meine Gedanken im Kreis. Dann erlaubte ich mir etwas, das sich wie ein Eingeständnis anfühlte: Therapie. Ich ging, weil ich mich für eine schlechte Mutter hielt. Dort lernte ich, dass mein Problem nicht an meinem Kind lag. Es kam aus meiner Kindheit. Ich hatte in meinem Elternhaus keine bedingungslose Liebe erfahren. Diese Liebe hatte ich mir so sehr gewünscht, dass ich sie auf mein Kind projiziert hatte. Ich wollte kein Kind großziehen. Ich wollte endlich geliebt werden; bedingungslos. Mit 38 verstand ich, warum ich mir seit ich mich erinnern konnte, ein Kind gewünscht hatte.
Heute kann ich mich und das Verhalten meines Kindes mit mildem Herzen betrachten. Ich kann mich regulieren. Ich kann innehalten. Ich kann in anstrengenden Momenten bei mir bleiben, statt zu fauchen. Die vielen Fachbücher brachten mir Wissen. In die Umsetzung kam ich durch sie nicht. Dabei half mir die Therapie und ich hörte auf, das Problem bei meinem Kind zu suchen.
Genau durch diesen Prozess begleite ich heute Mütter, die das Warum längst kennen und trotzdem wieder fauchen. Mütter, die mehr als genug gelesen haben. Mütter, die sich erinnern, wie sehr sie sich dieses Kind gewünscht haben und die sich manchmal schämen, wer sie in schwierigen Momenten sind. Ich kenne den Graben zwischen der Mutter, die du werden wolltest und der, die du manchmal bist. Zusammen bauen wir eine Brücke.
Ich kenne den Schmerz, jahrelang auf das Wunschkind zu warten und im Alltag nicht die Mutter zu sein, die du sein möchtest. Ich habe selbst gelernt, dass das Problem nicht am Kind liegt, sondern in der eigenen Geschichte. Fachbücher allein helfen nicht, den Graben zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu überbrücken. Dabei stehe ich dir zur Seite.
Du spürst, dass es so nicht weitergeht. Du kommst mit einem konkreten Thema, wir gehen gemeinsam kurz und tief. Der Anker gibt dir Klarheit und einen ersten festen Punkt, von dem aus du weiterdenken kannst.
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